DER WETTBEWERB | DEINE THEMEN 2018

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INSEKTEN - HEIMLICHE HERRSCHER   mehr Infos »

ist das diesjährige Sonderthema. Seit fast einer halben Milliarde Jahren gibt es die kleinen Sechsfüßer, sie machen mehr als die Hälfte aller Tierarten aus. Dennoch sind Insekten eher unbeachtete Tiere. Zunächst fiel kaum auf, dass Käfer, Fliegen, Bienen oder Schmetterlinge immer mehr verschwanden. Dabei spielen sie eine unersetzliche Rolle für die Natur und uns Menschen. Durch das Sammeln von Pollen und Nektar bestäuben Insekten fast alle Wild- und Kulturpflanzen und vermehren weltweit 88% aller Pflanzen. Zahlreichen anderen Lebewesen sind sie Nahrungsgrundlage, schaffen Lebensräume zum Schutz und zur Fortpflanzung.

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Sonderthema 2018
INSEKTEN - HEIMLICHE HERRSCHER


Insekten gibt es seit fast einer halben Milliarde Jahren auf der Erde, uns als Gattung Homo Sapiens zum Vergleich erst seit ca. 150.000 Jahren. Die kleinen Sechsfüßer (Hexapoda) machen mehr als die Hälfte aller Tierarten aus und zählen zu der artenreichsten Klasse unter den Tieren, angeführt von den Ordnungen der Käfer, Schmetterlinge, Zweiflügler und Hautflügler. Sie sind in fast allen Lebensräumen unserer Erde zu finden: 40.000 Insektenarten leben allein bei uns in Mitteleuropa. Es gibt Insekten, die nur einige Zehntel Millimeter groß sind, oder eine Flügelspannweite von 30 cm oder gar keine Flügel haben, mit Kiemen ausgestattet sind, unauffällig gefärbt oder farbenfreudige und bizarre Muster aufweisen. Und dennoch sind Insekten eher unbeachtete Tiere, auch deshalb fiel zunächst kaum auf, dass Käfer, Fliegen, Bienen oder Schmetterlinge immer mehr verschwanden – „Where have all the insects gone?“ fragte das Wissenschaftsmagazin Science im Mai 2017. Dabei spielen sie eine unersetzliche Rolle für die Aufrechterhaltung ökologischer Zusammenhänge, unser menschliches Wohlergehen und ihr Verlust wirkt sich kaskadenartig negativ auch auf andere Lebewesen aus. Durch das Sammeln von Pollen und Nektar bestäuben Insekten fast alle Wild- und Kulturpflanzen und vermehren so weltweit etwa 88% aller Pflanzen. Damit stellen sie sicher, dass die Pflanzenwelt fortbesteht, ihre Vielfalt erhalten bleibt und wir Menschen uns ernähren können.

Insekten ermöglichen aber nicht nur den Pflanzen und uns Menschen das Überleben, sondern schaffen auch zahlreichen anderen Lebewesen Lebensräume zum Schutz und zur Fortpflanzung. Sie sind Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl weiterer Tierklassen wie Vögel, Säugetiere, Amphibien und Reptilien. Unersetzlich sind sie bei der Verwertung von Tier- und Pflanzenresten in Bodenstreu oder im Totholz und der daraus folgenden Reminalisierung des Bodens. Außerdem sind Insekten ein bedeutender regulatorischer Faktor in der Forst- und Landwirtschaft.

Im Öko-Anbau hält sich durch den Verzicht auf Insektenvernichtungsmittel von allein das Gleichgewicht an Insekten. Im Notfall wird aber die Schlupfwespe in vielen Bereichen eingesetzt, z.B. gegen den Maiszünsler oder den Apfelwickler.

Im Kleinen kann dies auch drinnen daheim beobachtet werden. Hat eine Pflanze Blattläuse, so ist dies für die Pflanze und uns lästig, und wir überlegen, wie wir die Blattläuse wieder loswerden können. Am besten eignet sich dafür der natürliche Fressfeind der Blattlaus, der Marienkäfer, der die Läuse vertreibt. Draußen sollten wir allerdings nicht alle Blattläuse loswerden, denn sonst gäbe es keine Marienkäfer mehr, keine Ameisen, Amphibien, Spinnen, Vögel usw.

Um unsere Beachtung der Insekten wieder zu erhöhen, wird jedes Jahr ein Insekt des Jahres gekürt, 2018 hat die Gemeine Skorpionsfliege diese Ehre.

 

„Der Urstoff aller Dinge ist das Wasser und als Quelle alles Seienden ist es unerschöpflich.“ (Thales von Milet, 624 – 546 v. Chr.)

Sonderthema 2017
"Wasser - Grundlage des Lebens"


Pflanzen, Tiere und der Mensch können ohne Wasser nicht leben. Es macht die Erde fruchtbar und sorgt damit für die Nahrung. Die großen Flüsse wie z.B. der Nil, der Ganges oder der Rhein, sind Transportwege der Schiffe, sie sind die großen Lebensadern und an ihren Ufern siedeln Handel und Kultur. In den großen Weltreligionen hat Wasser noch immer eine mythisch-symbolische Bedeutung. Im Christentum wird mit Wasser getauft und im Glauben der Inder reinigt ein Bad im Ganges von allen Sünden.

Wasser ist geheimnisvoll und zeigt sich in vielerlei Gestalt. Als Wasser ist es flüssig - als Eis ist es hart und fest und als Dampf leicht und flüchtig, als Schneekristalle erscheint es in einer unendlichen Formenvielfalt. Wasser hat ein Gedächtnis und es kann sich mit jedem Element verbinden. Es versickert im Boden und macht ihn fruchtbar nach dem Regen, mit den ersten Sonnenstrahlen verdunstet es. Wasser ist immer in Bewegung.

Wasser ist auch im Alltag allgegenwärtig und steckt durch die Herstellung in jedem unserer Gegenstände. Um aus 100kg Mehl Brot zu backen benötigt man 68 Liter Wasser, d.h. ein Brot besteht zu 45% aus Wasser.

Das große Bevölkerungswachstum, die mächtige Industrialisierung, sowie die industrielle Vermarktung der Ressource Wasser sind zum brisanten Politikum geworden und machen eine gerechtere Verteilung des Wassers dringend notwendig.

So möchten wir gerade das Bewusstsein der Jugend für die Wertigkeit des Wassers fördern.
Staunen wir, mit wie wenigen Wassertropfen wir eine verdorrte Pflanze wieder zum Blühen bringen. Beobachten wir, wie oft wir täglich mit Wasser in Berührung kommen und was passiert, wenn es fehlt. Ohne genügend Wasser ist die Zukunft Aller gefährdet und wir sind die Regisseure unserer Zukunft – so unser Motto.

 

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen, wie sie Tiere behandelt.“ (Mahatma Gandhi)
„Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten,
aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“ (Arthur Schopenhauer)

Sonderthema 2016
"Ernährung von Mensch und Tier"


Die Natur ist einfallsreich, wenn es um die Ernährung der Lebewesen geht. Jedes Tier hat, eingebunden in das alles umfassende Netz der natürlichen Artenvielfalt, seine bestimmten Aufgaben im Lebenskreislauf der Natur. Die Tiere sind in ihrer Gestalt und in ihren Überlebensstrategien, Nahrung und Fortpflanzung, perfekt ihrer jeweiligen Umwelt angepasst. Wird ihre Umwelt zerstört, werden auch die dort lebenden Tiere getötet. Die Jäger unter den Tieren, wie Fuchs, Löwe, Katze, Adler, Fischreiher, Robben, Schlangen und viele Insekten, um nur einige Beispiele zu nennen, sind für die Jagd bestens ausgestattet: Ein gefährliches Gebiss, gute Adleraugen, Schnelligkeit und geschickte Jagdstrategien, wie auch raffinierte Tarnung durch Farbe und Zeichnung ihres Fells und ihrer Haut, sichern ihr Überleben. Auch die ausnahmslos Gras und Blätterpflanzen fressenden Tiere, wie zum Beispiel Kühe, Ziegen, Elefanten, Büffel, Hirsche und Rehe, schützen sich in dem sie meist in Herden oder Rudeln leben, um so gemeinschaftlich Angreifer abzuwehren. Ihr Gebiss und ihr Verdauungstrakt sind gänzlich auf die Pflanzennahrung eingestellt, Fleisch ist für sie ungenießbar. Aber auch die Pflanzen, Blätter und Früchte brauchen Nahrung, vor allem Wasser und Licht. Die zum Wachsen benötigten Nährstoffe holen sie sich mit ihren Wurzeln aus dem Boden. Dieser wird von vielen tausend Kleinstlebewesen bearbeitet und lebendig gehalten und ist damit auch Teil der großen Artenvielfalt.

Nur der Mensch ist auf keine Klimazone und auf keine spezielle Nahrung festgelegt. Sein Überleben sichern ihm nicht hervorragende, spezialisierte Fähigkeiten seines Körpers, sondern seine mentalen Fähigkeiten. Der Mensch passt sich durch Kleidung, Gerätschaften, Technik und Kultur der Natur an, um in ihr leben zu können. Er ist Fleisch- und Pflanzenesser je nach der Kultur und Umwelt in der er lebt. Der in eisigen Gefilden Robben jagende Eskimo oder der Tuareg in der heißen Sahara mit seinen Ziegen- und Kamelherden oder die in gemäßigtem Klima lebenden Ackerbauern, – es ist der Mensch der für sich – auf seine Art – die Natur nutzt. Die Essgewohnheiten sind also Teil der Kultur und der Tradition. Doch diese Kultur ist das eigene Werk des Menschen. Damit hat nur der Mensch die Verantwortung für die Natur, für die Umwelt und die Tiere. Hierzu zählt auch die soziale Verantwortung, die der Mensch für das Wohl der Gemeinschaft hat. So sind Tierhaltung, Landwirtschaft, Vorratslagerung, die Zubereitung von Speisen, Kochen, Backen, vor allem aber der Getreideanbau zentrale Themen der Esskultur. Diese ist jedoch – ohne den harmonischen und nachhaltigen Umgang mit der Natur – nicht erfolgreich.

Wir sind die Regisseure unserer Zukunft.
Die Zukunft liegt in unserer Hand!

 

Sonderthema 2015
"Die Tiere - unsere Mitgeschöpfe"


Wir brauchen die Tiere um Leben zu können.

Auch das kleinste Insekt leistet einen wichtigen Beitrag im Kreislauf der Natur ohne die Millionen Kleinstlebewesen wäre unser Boden unfruchtbar.
So vielfältig die Gestalten der Tiere sind so vielfältig sind auch Ihre Lebensformen. Wie in einem Staat eng verbunden leben zum Beispiel Bienen und Ameisen, wobei jedes Tier eine unwandelbare eigene Aufgabe hat und ein kompliziertes Kommunikationssystem zwischen den Tieren garantiert den erfolgreichen Zusammenhalt.

Die Rudeltiere, wie Wölfe, Löwen und Erdmännchen sind durch eine soziale Rangordnung eng verbunden. In großen Kolonien von tausenden von Tieren leben Pinguine und Zugvögel, aber es gibt daneben überzeugte Einzelgänger wie Eisbären, Igel und Schlangen. Auch die Lebensformen, Anpassung an die Umwelt, Jagdverhalten und Überlebensstrategien zeigen eine schier unendliche Vielfalt. Die menschliche Kulturentwicklung wäre ohne die Hilfe der Lasttiere wie Pferd, Esel, Kamel, oder dem treuen Hund als Wächter des Hauses und der Herden nicht denkbar und Wolle Seide, Fell und Leder dienten schon immer dem Menschen als Kleidung. Wie verraten unsere Kultur, indem wir die Haus und - Nutztiere statt zu pflegen, in qualvollen Massentierhaltungen einsperren.

Die Schönheit der Tiere, das bunte Federkleid der Vögel, die Farbenpracht der Schmetterlinge, elegante Gazellen oder die Kraft des Tigers haben schon immer die Künstler inspiriert und sie verewigten sie durch Bilder, Mythen und Märchen. Tiere als Symbole, z.B. die Schlange für das Böse und die Taube für den Frieden, sind aus unserem Bewusstsein nicht wegzudenken. Die Schönheit der Natur war immer Anlass für die Frage des Zusammenhangs von Natur und Kunst. Ein ewiges Thema der Kultur, mit vielfältigen Antworten - so vielfältig wie die Natur selbst.

Die Jugend hat den Naturschutz zu ihrer Sache gemacht.

Wir sind jung und brauchen die Welt!