„Wir sind die Regisseure unserer Zukunft.
Die Umwelt liegt in unserer Hand!“

Rückblick auf die 7. Preisverleihung
des Jugendfilmwettbewerbs der Hofpfisterei

DEINBLICK IN DIE NATUR 2017

Alle Preisträger des Wettbewerbs 2017

Am 2. Dezember wurden die Sieger des Jugendfilmwettbewerbs Deinblick in die Natur im AudiMax-Kino der Hochschule für Fernsehen und Film München ausgezeichnet.

Seit sieben Jahren ermuntert der Jugendfilmwettbewerb DEINBLICK IN DIE NATUR Kinder und Jugendliche von 11 bis 21 Jahren im deutschsprachigen Raum, vor die Haustür zu gehen und die Natur zu entdecken. Denn immer weniger Kinder und Jugendliche halten sich noch in der Natur auf. Der Naturfilm ist ein geeignetes Medium, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Mit der Kamera in der Hand können im Laufe der Zeit, manchmal über ein ganzes Jahr hinweg, Flora und Fauna beobachtet und dokumentiert werden. So gewinnen die Kinder und Jugendlichen wieder ein Gespür für die Natur, die Fragilität von Ökosystemen und die Einschnitte, die der Mensch verursacht. Gemäß dem Motto „Wir sind die Regisseure unserer Zukunft. Die Umwelt liegt in unserer Hand!“ ist es das Ziel des Wettbewerbs, junge Menschen dazu zu motivieren, sich für Natur und Umwelt als Lebensraum der Zukunft einzusetzen. Denn nur was man kennt, schützt man auch.

So verhält es sich auch mit dem diesjährigen Sonderthema Wasser – Grundlage des Lebens. Wir wissen alle, dass wir umsichtig mit der Ressource Wasser, vor allem Süßwasser, umgehen müssen. Viele Teilnehmer hat hier ganz besonders das Thema virtueller Wasserverbrauch – also der Wasserverbrauch, der bei der Produktion von Nahrung und Gegenständen anfällt – interessiert. Dieser Verbrauch wurde sehr kritisch hinterfragt und es wurden tolle Lösungswege vorgeschlagen.

Aber auch die anderen beiden Dauerthemen Natur – porträtiert und Umwelt – schützenswert haben viele Teilnehmer sehr beschäftigt. Manche haben ein ganzes Jahr lang Tiere beobachtet, andere haben so ihrer Sorge um den Klimawandel, unseren Umgang mit der Natur und unserer Zukunft Ausdruck verliehen.

Blick ins Publikum

Aufgeteilt in fünf Altersgruppen wurde in jeder ein dritter, zweiter und erster Platz gekürt, so dass am Ende 15 glückliche Gewinner mit Gutscheinen für Filmequipment nach Hause gingen. Die Organisatoren wie die Juroren waren von dem hohen Niveau und der sehr guten technischen Qualität gerade in den drei jüngsten Gruppen, also bei den 11-16 jährigen, sehr beeindruckt. Der Lauf der Jahreszeiten wurde in dem Film Natur am Wasser dokumentiert, in Holzi - der Superstock wurde wie im Teleshopping die Vielfältigkeit eines simplen Holzstocks beworben und die Tieresschau machte sich große Sorgen um den Klimawandel, das Abschmelzen der Poole und die rasant steigende Menge an CO2 in unserer Atmosphäre. Der blinde Nils hinterfragte kritisch, wieviel ein Katzenleben in unserer heutigen Gesellschaft wert ist und der Film Wasserverbrauch klärte über die Menge an virtuellem Wasser auf, die wir täglich mit unserer Nahrung und mit unseren Alltagsgegenständen verbrauchen. Projekt LarA verknüpfte in einem Lego-Stop-Motion-Film den austrocknenden Aralsee mit der Shakespeare-Tragödie Romeo und Julia und machte so auf unerwartete Art und Weise auf die hier fast unbekannte Wassersituation im Aralsee aufmerksam. In die Welt verändern wurde im schnellen Stakkato erzählt und mit tollen Bildern hinterlegt, welchen Einfluss wir Menschen auf unsere Natur und Umwelt haben und wie wir es im Kleinen besser machen können. Dass selbst an einer öden Bushaltestelle die Natur zwei Menschen zusammenbringen kann, erzählte der Film Natur verbindet in einer zarten Liebesgeschichte mit emotionalen, großformatigen Naturaufnahmen, während der Film Heidelibelle – Erwachen im Morgentau es schaffte, sich nur auf ein einzelnes Insekt mit einer so bildgewaltigen Ruhe zu fokussieren, dass das Publikum sprachlos war. Fiep! Kletternde Federbälle. Die Waldohreule dokumentierte mit großem Gespür für die Natur ein Jahr im Leben der Tiere mit einem Text wie fürs Fernsehen gesprochen. Die leichtfertige Abholzung unserer Wälder zu Industrieflächen machte sich der Film Nemophily zum Thema, und ließ Jury wie Publikum sehr nachdenklich zurück. Dass alleine ein Wassertropfen ausreichen kann um karge Erde wieder zu beleben zeigte auf sehr künstlerische Weise der Film One Drop Counts und in Requiem reiste ein Junge aus einer dystopischen Zukunft in unsere Gegenwart um zu sehen, wie die Menschen die Ressourcen der Erde ausbeuten. Das Thema virtueller Wasserverbrauch wurde auch im vorletzten Film Virtuelles Wasser – Wege zu einem sparsamen Verbrauch nochmal aufgegriffen und We pay the bill zeigte gestressten Großstädtern mit tollen Zeitraffern die Natur als Ruhepol und Erholungsort.

Die Moderation übernahm, wie die letzten Jahre auch, Herr Dr. Michael Apel, Direktor des Museums Mensch und Natur und die Preise übergab Frau Margaretha Stocker von der Hofpfisterei.

Verpflegung im Foyer<br>mit Brezen von der Hofpfisterei

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmer und Gewinner im Foyer der HFF bei leckeren Brezen von der Hofpfisterei und Getränken aus.

Der Filmwettbewerb ist seinem Ziel ein ganzes Stück nähergekommen, durch das Medium Film und insbesondere des Naturfilms, junge Menschen dazu zu motivieren, sich für die Umwelt als Lebensraum der Zukunft einzusetzen.

Herzlichen Dank an alle Gewinner für ihre fantastischen Filme und an alle Teilnehmer für Ihre wunderbaren Einsendungen!

Weitere Rückblicke auf die Preisverleihungen vergangener Jahre finden Sie in unserem Archiv.

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